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Baugrund „wie Wackelpudding“

Krippen-Neubau wohl teurer als erwartet / Ausschuss und Ortsrat stimmen Plänen zu

Der Bau der neuen Kinderkrippe auf dem Spielplatz zwischen Grundschule und Hermann-Busche-Haus in Lühnde wird schwieriger als erwartet. Architekt Christian Pahlke berichtete dem Gemeinde-Sozialausschuss und dem Lühnder Ortsrat von den Ergebnissen eines Bodengutachtens: Der Baugrund sei dort sehr ungünstig. „Der Ton wird bei Regen wie „Wackelpudding“, beschrieb Pahlke die Ausgangslage. Daher seien ein umfangreicher Bodenaustausch, eine Drainage, eine Zusatzschicht verdichteter Kies und eine dickere Bodenplatte nötig. Bürgermeister Wolfgang Moegerle fürchtet daher, dass die derzeit grob geschätzten Baukosten von 320 000 Euro noch höher ausfallen könnten. Der Spielplatz soll auf das Gelände der Grundschule verlegt sein, sobald die Bauarbeiten für die Krippe beginnen. Die Lühnder Kinder dürfen die neue Spielfläche mitgestalten. Einstimmig befürworteten der Fachausschuss und der Ortsrat die Pläne des Architekten für das Krippen-Gebäude. Sie sehen einen Gruppen- und einen Ruheraum vor, dazu Räume für Technik, Personal, Küche und Toiletten. Nach neuester Gesetzeslage muss erneuerbare Energie eingesetzt oder ersatzweise die Dämmung deutlich verstärkt werden. Als günstigste Lösung stellte Pahlke eine sogenannte Luft-Wasser-Wärmepumpe vor. Sie muss erst bei einer Außentemperatur von weniger als fünf Grad minus durch eine Elektroheizung unterstützt werden. Der Sozialausschuss stimmte einmütig den Vorschlägen der Gemeindeverwaltung für die Öffnungszeiten und Elternbeiträge der neuen Krippengruppen zu. Wie bereits berichtet, wird die geplante Gruppe im Sankt-Matthäus-Kindergarten von 7 bis 15 Uhr und die Krippe in Lühnde von 7 bis 17 Uhr geöffnet sein. In der Zeit von 11 bis 14 Uhr werden jeweils drei Betreuerinnen anwesend sein. Für eine tägliche Betreuungsstunde müssen Eltern 26 Euro im Monat zahlen. Geschlossen stimmte der Ausschuss dem CDU-Vorschlag zu, die Hort-Beiträge von 31 Euro pro Sunde im Monat ebenfalls auf 26 Euro zu senken, um für Kindergarten, Krippe und Hort in der Gemeinde einheitliche Beträge zu erzielen. „Das ist sozialpolitisch sinnvoll“, meinte Hubert Grischkat im Namen der SPD-Fraktion.