Ein intensives und lehrreiches Wochenende für den TuS Lühnde: Internationale Erfahrung bei PDC Next Gen in Hildesheim
Am letzten Januarwochenende startete in der Halle 39 in Hildesheim die PDC Next Gen Serie. Insgesamt stehen acht Turnierwochenenden auf dem Programm, bei denen sich die besten Nachwuchsspieler Deutschlands und Europas messen. Neben Hildesheim führen die Austragungsorte die Teilnehmer in den kommenden Monaten auch nach Kalkar, Sindelfingen sowie nach Ried in Österreich. Ziel ist es, wichtige Ranglistenpunkte für die Qualifikation zur PDC Super League zu sammeln – dem Sprungbrett in Richtung Professional Darts Corporation (PDC) und perspektivisch sogar zur Weltmeisterschaft im legendären Alexandra Palace in London.
So weit denkt man beim TuS Lühnde aktuell jedoch noch nicht. Für die vier Starter des Vereins steht in dieser Saison vor allem das Sammeln von Erfahrung auf hohem Niveau in Duellen mit renommierten Namen, wie Arno Merk, Florian Hempel oder Dragutin Horvath, im Vordergrund. Mit Cedrik Gartz, Jan Lukas Feldmann, Gorden Gartz und Neuzugang Viktor Schulz gingen gleich vier Akteure aus dem A-Team des TuS Lühnde an den Start. Das Team spielt in der Bezirksklasse des Dart-Bezirksverbandes Hannover und hatte sich mit starken Leistungen in der Liga für die Teilnahme an der PDC Next Gen empfohlen.

Der Turnierauftakt am Samstag verlief jedoch alles andere als reibungslos. Aufgrund technischer Probleme bei der PDC kam es zu einem rund zweistündigen Zeitverzug, ehe das komplette Turnier neu angesetzt werden musste. Die ursprünglich geplante Gruppenphase im Ligamodus – bekannt aus der Champions League – wurde annulliert. Stattdessen wurde das Teilnehmerfeld von 384 Spielerinnen und Spielern kurzfristig in ein reines Single-Elimination-Turnier umgewandelt, was für zusätzliche Frustration bei vielen Akteuren sorgte. Für Cedrik Gartz endete das Turnier dabei unglücklich bereits in der ersten Runde. Er traf ausgerechnet auf Florian Preis, der sich später den Turniersieg sichern sollte. Gegen den stark aufspielenden Gegner, der phasenweise „Ally-Pally-Niveau“ erreichte und einen Average von 101,39 Punkten spielte, unterlag Gartz trotz eigener solider 84,42 Punkte im Average mit 1:4 Legs.
Besser lief es für Neuzugang Viktor Schulz, der sich mit stabilen Leistungen und etwas Losglück bis in die Top 64 vorspielen konnte und damit ein erstes Ausrufezeichen im Trikot des TuS Lühnde setzte. Am Sonntag konnte die PDC die technischen Schwierigkeiten beheben, sodass das Turnier wie geplant im Ligamodus gestartet wurde. In den Gruppen ging es erneut um die begehrten Plätze für die Finalrunde. Doch trotz engagierter Auftritte reichte es für die vier Lühnder Spieler diesmal nicht für den Einzug in die Top 128, die sich für die anschließende K.-o.-Phase qualifizierten.
Unterm Strich bleibt dennoch ein intensives und lehrreiches Wochenende für den TuS Lühnde. „Solche Turniere zeigen, wo man steht und woran man arbeiten muss“, lautet das Fazit aus dem Teamumfeld.
Marc Plurat

