Kanalsanierung vor dem Abschluss

Die Zeit der Baustellen neigt sich dem Ende zu / Wasserverband investiert 500 000 Euro
ende_kanalsanierung
In Lühnde steht die Sanierung des Abwasserkanals vor dem Abschluss. Bis Pfingsten sollen die letzten Arbeiten fertig sein. „Die Bauarbeiten liegen nur vier Wochen hinter dem Zeitplan zurück – trotz des harten Winters. Das zeigt, wie engagiert die Fachfirmen gearbeitet haben“, sagte Bauleiter Ralf Hamann vom Wasserverband Peine bei einem Ortstermin mit Algermissens Bürgermeister Wolfgang Moegerle und Ortsbürgermeister Thomas Weiß.

Die Kanalsanierung hatte Ende August des vergangenen Jahres im Bereich der Straßen Bolzumer Tor, Bolzumer Busch und Kleiner Sehnder Weg  begonnen. Die Fahrbahn musste aufgebrochen und die Leitungen teilweise freigelegt werden. Das  habe Fingerspitzengefühl und Erfahrung erfordert, so Hamann. Vor allem an sehr engen Stellen, an  denen auch andere Kabel- und Rohrsysteme entlang geführt hätten. Aber auch die Arbeit an den  Hausanschlüssen seien sowohl für die Planer als auch für die Bauarbeiter eine Herausforderung  gewesen. „Das alles musste bei laufendem Betrieb des Abwassersystems geschehen“, sagte Hamann. Ursprünglich hatten die Bauleiter den Abschluss der Arbeiten bis Anfang April vorgesehen. Ein Teil der Sanierung erfolgte im sogenannten Inliner-Verfahren, bei dem schadhafte Kanäle mit einer Hülle aus Kunstharz ausgekleidet werden. Dafür sind keine Erdarbeiten nötig. „Den Zeitplan hat uns  nur der lange Winter mit dem anhaltenden Frost durcheinander gebracht“ so Hamann. Deshalb seien jetzt noch bis Pfingsten letzte Arbeiten im Bereich der Bledelner Straße und Am Ring nötig. Diese  müssten aber wieder in offener Bauweise erfolgen, so dass kurzzeitige Behinderungen für die Autofahrer und Fußgänger nicht auszuschließen seien. Nach Hamanns Worten waren die Sanierungen am Kanalnetz wegen gravierender Mängel dringend notwendig. Das habe auch für viele private Leitungen und Hausanschlüsse gegolten. Nur wenn öffentliche und private Kanäle in gutem Zustand seien, könne ein Abwassersystem optimal funktionieren. Die Dichtheitsprüfung für private  Entwässerungsanlagen habe das vielen Bürgern inzwischen bewusst gemacht. „Wenn wir den öffentlichen Kanal inspizieren und dabei deutliche Schäden an Privatanlagen finden, informieren wir die Bürger und beraten sie über notwendige Maßnahmen“, sagt Hamann. Der zertifizierte Kanalsanierungsberater Hamann hat auch in Lühnde viele Gespräche mit den Dorfbewohnern geführt. Ausdrücklich lobt er deren Engagement. Viele Hausbesitzer seien umgehend aktiv geworden. Der Kontakt zwischen den Bürgern, dem Wasserverband, dem Ingenieurbüro und den Fachfirmen sei während der gesamten Baumaßnahme stets eng und vertrauensvoll gewesen. Das bestätigten auch der Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft, Salah Özkaynak, Bauleiter Matthias Hüttl sowie Straßen- und Tiefbaumeister Christiaan Heemskerk von der ausführenden Baufirma. Darüber freuten sich besonders auch Bürgermeister Wolfgang Moegerle und Ortsbürgermeister Thomas Weiß. Im Zuge der Bauarbeiten wurden in Lühnde bisher insgesamt rund 190 Meter Kanalrohre in offener Bauweise und rund 1000 Meter im Inliner-Verfahren saniert. Insgesamt seien bereits 350 000 Euro in die Errneuerung des Schmutzwasserkanalnetzes investiert worden, schätzt Hamann. Am Ende, so schätzt Hamann, werden es sicher 500 000 Euro sein. Für Fragen steht der Bauleiter den Dorfbewohnern unter der Telefonnummer 0 53 45 / 98 99 17 zur Verfügung.

 

Das könnte dich auch interessieren …